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20.11.2018

Verkehrserziehung im Neumarkter Stadtbus

Grundschüler üben mit Verkehrswacht das richtige Verhalten im ÖPNV

Vor der Bushalle der Stadtwerke Neumarkt üben diese Woche Neumarkter Grundschüler das richtige Verhalten im Öffentlichen Nahverkehr. In einem praktisch angelegten Sicherheitstraining bringt Herbert Nedo von der Neumarkter Kreisverkehrswacht den Schülern der vierten Klassen bei, wie sie sicher in einen Bus ein- und wieder aussteigen. Außerdem erklärt der pensionierte Polizist den Kindern, warum es so wichtig ist, an der Haltestelle Abstand zu halten, aufmerksam zu bleiben und nach rechts und links zu schauen. Doch die Grundschüler sollen vor allem eines lernen: Neben, vor und hinter dem Bus gibt es Bereiche, in denen sie für den Fahrer nahezu unsichtbar sind.

"Dieser Tote Winkel von Bussen und LKW ist eine der größten Gefahrenquellen für Kinder und Radfahrer", sagt Nedo. Biegt ein Bus z.B. rechts ab, kann der Fahrer trotz mehrerer Spiegel nicht die ganze rechte Seite des Fahrzeuges einsehen. Für Verkehrsteilnehmer, die sich in diesem Bereich befinden, wird so eine Situation  schnell lebensgefährlich. "Um Unfälle zu vermeiden, wollen wir den Kindern genau diese Gefahrenquellen frühzeitig bewusst machen."

Seit über 15 Jahren gibt Herbert Nedo Verkehrserziehungsunterricht; früher als Polizeibeamter, seit zwei Jahren ehrenamtlich für die Neumarkter Verkehrswacht. Früh ist ihm dabei klar geworden, dass Kinder am besten durch praktisches Ausprobieren lernen. Darum schnappt er sich beim Sicherheitstraining zwei Seile, knotet sie an den rechten Seitenspiegel des Stadtbusses und spannt sie unter Mithilfe der Schüler auf der Beifahrerseite zu einem nach hinten offenen Dreieck.  Während sich der Rest der Klasse in den so markierten Toten Winkel stellt, wird immer ein Kind aus der Gruppe losgeschickt, um sich zur Busfahrerin neben das Steuer zu setzen. Dort angekommen ist die Überraschung der Viertklässler groß: Kein einziger ihrer Klassenkameraden ist im Rückspiegel zu sehen.

"Es ist immer wieder toll zu sehen, was sich die Mitglieder der Verkehrswacht einfallen lassen, um für die Kinder lebensnahe Situationen spielerisch nachzustellen", freut sich Michael Steinmetz, vom Neumarkter ÖPNV. Die Verkehrserzieher würden nicht nur dazu beitragen den Schulweg für die Kinder, sondern auch die Arbeit für die Fahrer der Stadtbusse  erheblich sicherer zu machen. "Für so einen guten Zweck, stellen wir unsere Linienbusse und Fahrer natürlich sehr gerne zur Verfügung."

Tatsächlich ist die Verkehrserziehung in Neumarkt sehr gut miteinander verzahnt. Das erste Mal kommen die Kinder im Vorschulalter mit dem Angebot der Verkehrswacht und der Polizei in Kontakt. Die Verkehrserzieher der Polizeiinspektion Neumarkt i.d.OPf. veranstalten mit den Neumarkter Kindern in ihrem letzten Kindergartenjahr das erste "Schulwegtraining". Auch die Kreisverkehrswacht steht mit Rat und Tat zur Seite. An vielen Grundschulen finden später dann z.B. "Sicherheitstage" statt, bei denen den Schülern die wichtigsten Verhaltensregeln im Straßenverkehr vermittelt werden. Die aktuell stattfindende Aktion "Toter Winkel" ist wiederum eine Aktion, die die im Lehrplan vorgesehene theoretische und praktische Radfahrausbildung der Grundschulen ergänzt. "Mit dieser Art der ganzheitlichen Verkehrserziehung begleiten und unterstützen wir die Neumarkter Kinder auf ihrem Weg zu eigenverantwortlichen und aufmerksamen Verkehrsteilnehmern", sagt Herbert Nedo.

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