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23.02.2018

Ursache für Stromausfall in Neumarkt gefunden – Reparaturarbeiten dauern an

Stadtwerke Neumarkt managen Stromausfall in Rekordzeit

6000 Menschen im Osten der Stadt Neumarkt einen Vormittag ohne Strom

Neumarkt. Die Stadtwerke Neumarkt gehen davon aus, die Ursache für den vorübergehenden Stromausfall am frühen Donnerstagmorgen im Osten der Stadt gefunden zu haben. Bereits am Montag beschädigte ein Bagger mehrere Stromkabel in der EFA-Straße. Vermutlich kam es daraufhin in der Nacht zu Donnerstag zu Folgeschäden im 20KV-Kabelnetz. An unterschiedlichen Stellen im Netz sind Kabel durchgebrannt, die für den Stromausfall gesorgt haben. Betroffen davon waren zunächst rund 10.000 Menschen. Dank des automatisierten Alarmsystems der Stadtwerke Neumarkt waren bereits nach zwölf Minuten, nämlich um 4.47 Uhr, die ersten Techniker in der Leitwarte und konnten mit der Fehleranalyse beginnen. Schon im Laufe des Vormittages konnte die Stromversorgung komplett wiederhergestellt werden. Die Reparaturarbeiten an den fehlerhaften Stromkabeln dauerten bis in die Nacht und werden am heutigen Freitag fortgeführt.

 „Ich bin stolz darauf zu sehen, dass wir in Rekordzeit reagieren und sehr zielstrebig die Fehlerquellen finden konnten. Dadurch konnten wir innerhalb von nur wenigen Stunden die Menschen im Osten der Stadt wieder mit Strom versorgen. Dies ist für uns das Allerwichtigste“, erklärt Stadtwerke-Geschäftsführer Dominique Kinzkofer. „Jetzt müssen wir sehen, dass wir unserem Stromnetz wieder die gewohnte Stabilität verleihen.“ Er bedankte sich ausdrücklich bei den Elektrikern der Stadtwerke wie auch bei den sofort beauftragten Tiefbauern, für den schnellen und erfolgreichen Einsatz. Denn die fehlerfreien Leitungsstrecken konnten schon um sechs Uhr wieder ans Netz genommen werden. Zu diesem Zeitpunkt waren nach Schätzungen von Franz Hunner, Bereichsleiter Infrastruktur / Netzmanagement der Stadtwerke Neumarkt, aber immer noch 6000 Menschen ohne Strom. Besorgte Anrufe kamen von Gewerbebetrieben sowie von Privatleuten, deren Tiefgarage sich nicht öffnen ließ oder die sich Sorgen um die Lebensmittel in der Tiefkühltruhe machten. Dank der redundanten (doppelt angelegten) Stromversorgung in Neumarkt, das nach dem Ringleitungsprinzip funktioniert, konnte um 12.54 Uhr die letzte Teilstrecke wieder zugeschaltet werden und ganz Neumarkt wurde wieder mit Strom versorgt.

Währenddessen begannen die Strom-Experten der Stadtwerke Neumarkt sofort mit der Suche nach dem Fehler und den daraus resultierenden Folgen. Als Ursache für den Kurzschluss machten sie einen Fehler bei Bauarbeiten zu einem Wohnungsbauprojekt in der EFA-Straße aus. Bereits am Montag hatte dort ein Bagger ein 20KV-Kabel sowie mehrere Niederspannungs- und Steuerkabel durchtrennt. Dadurch ist eine Schieflast im gesamten Stromnetz entstanden, die alle technischen Anlagen der Stadtwerke mit einer deutlich stärkeren Spannung belastet und vermutlich am Donnerstag zu mehreren Folgeschäden im Netz geführt hat. Daraufhin waren die Mitarbeiter der Stadtwerke Neumarkt zunächst den Vormittag damit beschäftigt, die Fehlerquellen immer weiter einzugrenzen und das ca. 800 Kilometer lange Leitungsnetz Stück für Stück zu auf seine Funktionsfähigkeit zu prüfen. Hierzu mussten mehr als 20 Trafostationen angefahren werden, um von dort aus jeweils die Leitungs-Teilstrecken zu testen, durchzumessen und sukzessive wieder ans Netz zu nehmen.

„Wir haben bislang drei Störungsstellen lokalisieren können, die wir aktuell mit Hochdruck bearbeiten“, erklärt Franz Hunner. Vor dem Haus St. Marien in der Badstraße wurde bereits bis in die Nacht gearbeitet, um die durchgebrannten Leitungen zu reparieren. Am heutigen Freitag kann die Oberfläche bereits wieder verfüllt und geschlossen werden. Parallel werden die Reparaturarbeiten in der Caritasstraße im Bereich der Kreuzung zur Karl-Speier-Straße fortgeführt. Hier kann es bis zum Abend zu leichten Verkehrsbehinderungen kommen, weil sich die defekte Leitungsstelle im  Straßenbereich befindet.

Die dritte Störungsstelle befindet sich ebenfalls auf der Badstraße. Auf Höhe der Hausnummer 12 beginnen die Stadtwerke noch heute mit den Vorbereitungen für die Reparaturarbeiten, die eigentlichen Arbeiten erfolgen jedoch erst am Montag. Die Baugrube muss bereits heute geöffnet und über das Wochenende nur provisorisch geschlossen werden, da den Arbeitern sonst der Frost zum Problem werden könnte. Ohnehin müssen die Stadtwerke hier bereits mit Montagezelten und Heizstrahlern agieren, weil die Kunststoffe in der Kabelummantelung durch die niedrigen Temperaturen sonst zu steif werden. „Die Stromversorgung der Stadt ist von den Arbeiten jedoch nicht betroffen, weil die betroffenen Leitungsabschnitte aktuell vom Netz genommen sind. Da müssen sich die Neumarkter also keine Sorgen machen“, versichert Hunner. Falls jedoch trotzdem irgendwo Störungen auftreten sollten, können sich die Bürger an die Störungsnummer der Stadtwerke Neumarkt, Telefon (0 91 81) 2 39-1 11, wenden.

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