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18.03.2020

Stadtwerke Neumarkt investieren in Trinkwasserversorgung

3 Mio. Euro für Hochbehälter und Leitungen eingeplant
Wasser ist ausreichend verfügbar

Die Stadtwerke Neumarkt i.d.OPf. investieren im Laufe dieses Jahres rund 3 Mio. Euro in die weitere Verbesserung der heimischen Trinkwasserversorgung. Insbesondere sollen damit Trinkwassertransportleitungen, Hochbehälter und technische Anlagen zur Wasseraufbereitung ertüchtigt werden. Dies teilte das Unternehmen aus Anlass des internationalen Tags des Wassers am 22. März mit.

Dominique Kinzkofer, Geschäftsführer der Stadtwerke Neumarkt: „Einen Investitionsstau haben wir in Neumarkt nicht. Wir sind nach wie vor gut aufgestellt.“ Insgesamt sollen in Neumarkt im laufenden Jahr rund 1,6 Kilometer Trinkwasserleitung routinemäßig ausgetauscht werden. Bei den 13 über das Stadtgebiet verteilten Hochbehältern wird in diesem Jahr mit Planungsarbeiten zur Sanierung des Speichers am Höhenberg begonnen. Die meisten Neumarkter Trinkwasserbehälter verfügen über ein Speichervolumen zwischen 100 und 8.000 Kubikmeter.

Im zurückliegenden Jahr hatten die Stadtwerke den Härtegrad des Trinkwassers verändert. Aktuell liegt dieser bei 13,5 Grad deutscher Härte, das sind zwei Härtegrade weniger als zuvor. Dazu haben die Stadtwerke das Mischungsverhältnis des Wassers aus dem Gewinnungsgebiet Miss und dem Zweckverband der Laber-Naab-Gruppe verändert. Mittlerweile wird das weichere Wasser aus der Miss mit einem Anteil von 70 Prozent und das härtere Wasser der Laber-Naab-Gruppe mit einem Anteil von 30 Prozent zum Endprodukt „Neumarkter Trinkwasser“ gemischt. Im Durchschnitt hat das Trinkwasser in Bayern eine Härte von 17 Grad. Im Landkreis Neumarkt hat der Markt Postbauer-Heng mit vier Grad deutscher Härte besonders weiches Wasser; in Velburg sind es etwa 20, in München 18 Grad.

Die tägliche Trinkwasser-Abgabemenge in Neumarkt liegt bei 5000 bis 6000 Kubikmeter im Winterhalbjahr. Im Sommer kann die Abgabemenge bis zu 12.000 Kubikmeter erreichen. Eine Wasserknappheit an besonders heißen Sommertagen droht jedoch nach Experteneinschätzung nicht. Dazu Peter Stemmer, Bereichsleiter Bau- und Betriebsführungsmanagement bei den Stadtwerken Neumarkt. „Wir haben in den vergangenen sechs Jahren das Grundwasservorkommen in der Miss sehr geschont, sodass der tiefgelegene Grundwasserleiter sich erholen konnte. Mit der jetzigen Nutzung können wir Zufluss und Wasserentnahme in der Waage halten; eine Gefahr der Übernutzung sehen wir nicht.“

Derzeit wird das Mischungsverhältnis zwischen Miss-Wasser und Laber-Naab-Wasser noch händisch hergestellt und überwacht. In Zukunft soll dies aber automatisiert werden – die Planungen dazu laufen. Im Jahr 2014 hatten die Stadtwerke 10 Mio. Euro investiert, um einen neuen Hochbehälter und eine 20 km lange Versorgungsleitung vom Zweckverband Laber-Naab zu verlegen. Seitdem kann jährlich bis zu eine Million Kubikmeter Trinkwasser zusätzlich zur Verfügung gestellt werden.

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