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19.03.2019

Stadtwerke Neumarkt beantworten Fragen zur Wasserhärte

Enthärtungsanlagen sind nur in Spezialfällen nötig Neumarkter Wasserhärte liegt unter dem Durchschnitt

Bei den Stadtwerken Neumarkt haben sich in der jüngeren Vergangenheit einige Kunden mit Fragen zur Wasserhärte gemeldet. Das örtliche Wasserversorgungsunternehmen, die Stadtwerke Neumarkt, möchte die Fragen der Verbraucher gerne beantworten und Missverständnissen vorbeugen. „Die Installation von Wasserenthärtungsanlagen in der Hausinstallation ist bei einer Wasserhärte von rund 15 °dH grundsätzlich nicht notwendig“, sagt Stadtwerke-Geschäftsführer Dominique Kinzkofer, „allerdings gibt es Ausnahmefälle, für die enthärtetes Wasser benötigt wird.“

Jüngsten Berichten zufolge, wurde im Rathaus eine Entkalkungsanlage für die Lüftungsanlage installiert. Als Grund dafür wird zwischenzeitlich von einigen Interessierten die Härte des Neumarkter Trinkwassers, die zwischen 14,5 und 15,5 °dH liegt, genannt. „Dabei macht eine Enthärtung des Wassers für die Lüftungsanlage durchaus Sinn, wäre aber auch dann notwendig gewesen, wenn das Neumarkter Wasser nur, wie vor 2014, also vor dem Bezug von Wasser aus der Laber-Naab-Gruppe, eine Härte von 11,3 °dH gehabt hätte.“ sagt Dominique Kinzkofer.

Auch bei den Stadtwerken ist ebenfalls eine Enthärtungsanlage in Betrieb. Diese kommt allerdings ausschließlich bei den beiden Springbrunnen in der Ingolstädter Straße zum Einsatz. Würde das an dieser Stelle verwendete Wasser nicht aufbereitet, d.h. enthärtet, käme es aufgrund der Verdunstung und der dadurch  erforderlichen Wassernachspeisung, zu einer fortlaufenden Anreicherung von Kalk. Vergleichbar ist dies am besten mit der Gewinnung von Salz aus Meerwasser. Da dieser Prozess fortlaufend ist, käme es zu einer immer weitergehenden Aufhärtung und damit verbunden, zu verstärkten Kalkablagerungen an den Beckerändern. Die Anlage bei den Stadtwerken wurde bereits mit Inbetriebnahme der Brunnen im Jahr 2011 installiert. Also zu einer Zeit, als das Trinkwasser für Neumarkt noch ausschließlich aus der MISS stammte. Zur Erinnerung - die Wasserhärte lag damals noch bei 11,3 °dH.

„Man darf nicht vergessen: Ein Springbrunnen ist kein Wasserhahn, eine Lüftungsanlage kein Waschbecken“, sagt Dominique Kinzkofer. „Auch ein Zahnarzt braucht für seine Instrumente immer kalkfreies Wasser, damit die feinen Düsen seiner Geräte nicht verstopfen. Es gibt einfach spezielle Anwendungsfälle und technische Geräte, die speziell aufbereitetes d.h. enthärtetes Wasser benötigen. Dies hat aber mit der Trinkwasserversorgung und den täglichen Anforderungen an die Wasserqualität nichts zu tun haben.“ Außerdem lassen sich Kalkablagerungen auch ohne Chemie z.B. mittels haushaltsüblichem Essig sehr gut entfernen. Wasser ist ein Naturprodukt und soll deshalb auch soweit wie möglich unverändert an den Kunden abgegeben werden.

Das Neumarkter Trinkwasser rangiert mit rund 15 °dH übrigens an der unteren Grenze des Härtebereiches „hart“. Dieser beginnt bei 14°dH. Zum Vergleich: Der bayernweite Durchschnitt liegt bei 17°dH, bundesweit bei 16°dH. Diese Aufzählung lässt sich unendlich weiterführen. So liegt z.B. die Wasserhärte der Landeshauptstadt München bei 18 °dH und dort hat sicherlich auch nicht jeder Haushalt eine Wasserenthärtungsanlage. Dabei hat härteres Wasser auch seine Vorteile: Für die Wasserhärte sind nämlich die beiden Mineralstoffe Magnesium und Calcium verantwortlich. Je härter das Wasser, desto höher ist dieser Mineralanteil. Beide Stoffe sind wichtige, essentielle Spurenelemente für unseren Organismus und damit für unsere Gesundheit. 

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