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22.05.2019

Verkehrssicherheitstraining bei den Stadtwerken Neumarkt

 

Kreisverkehrswacht sensibilisiert Grundschüler für Toten Winkel

Auf dem Gelände der Stadtwerke Neumarkt haben rund 200 Viertklässler im Rahmen eines groß angelegten Verkehrssicherheitstrainings eine der gefährlichsten Situationen des Straßenverkehrs kennengelernt: den Toten Winkel. Drei Tage lang hat Herbert Nedo von der Neumarkter Verkehrswacht die Grundschüler klassenweise an das lebenswichtige Thema herangeführt. Für die spielerische Lehrstunde nutzte der pensionierte Polizist seine langjährige Erfahrung als Verkehrserzieher, einen Linienbus aus der Neumarkter Stadtbusflotte und ein paar Meter Schnur.

„Bevor ich vor drei Jahren in den Ruhestand ging, war ich 14 Jahre lang für die Verkehrserziehung von Jugendlichen zuständig“, sagt Herbert Nedo. „Dabei habe ich immer wieder festgestellt, dass Schüler durch Erleben und Ausprobieren am schnellsten ein Gefühl für Gefahrensituationen entwickeln.“ Deswegen setzte der Verkehrsexperte auch beim Sicherheitstraining vor der Stadtwerke-Bushalle auf praktische Übungen.

So machte Herbert Nedo den Toten Winkel für die Schüler z.B. mit zwei Schnüren sichtbar. Dafür knotete er die Bänder an den rechten Seitenspiegel des Stadtbusses und spannte sie auf der Beifahrerseite zu einem nach hinten offenen Dreieck. In genau diesem Dreieck platzierte er die ganze Schulklasse. Nun schickte der Verkehrssicherheitsexperte ein Kind nach dem anderen los, um sich zu der Stadtbusfahrerin neben das Steuer zu stellen. Beim Blick in den Rückspiegel machten die Viertklässler allesamt große Augen. Denn obwohl die Kinder wussten, dass alle ihre Klassenkameraden als Gruppe neben dem Bus standen, konnten sie nicht einen einzigen von ihnen sehen.

Beim Sicherheitstraining lernten die Kinder auch, wie sie sicher an der Haltestelle warten, geordnet ein- und aussteigen und sich im Bus richtig verhalten. „Der Abschnitt über den Toten Winkel ist für unsere Stadtbusfahrer aber der mit Abstand wichtigste Teil des Trainings“, sagt Michael Steinmetz, Geschäftsbereichsleiter des Neumarkter ÖPNV. „Hier besteht im täglichen Busverkehr nämlich das größte Gefahrenpotenzial für Fußgänger und Radfahrer.“

Biegt ein Bus z.B. nach rechts ab, kann der Fahrer durch das rechte Seitenfenster lediglich einen kleinen Teil der Straße neben dem Führerhaus sehen. Außerdem geben ihm die Außenspiegel Einblick in einen kleinen Bereich, der sich direkt neben dem Fahrzeug befindet. Der Rest ist vom Fahrersitz aus nicht einsehbar. Wenn die Schüler jetzt rechts am Bus vorbei gehen, obwohl dieser gerade abbiegt, kann das für sie lebensgefährlich werden.

„Die jährliche Verkehrssicherheitsaktion der Neumarkter Kreisverkehrswacht sensibilisiert die Kinder für diese Gefahr und hilft dabei, Abbiegeunfälle zu verhindern“, sagt Michael Steinmetz. „Darum unterstützen wir das Sicherheitstraining sehr gerne mit unseren Mitarbeitern und Linienfahrzeugen.“ 

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