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Kostenentlastung Erdgas: Übernahme des Dezemberabschlags

Die Bundesregierung hat eine einmalige Kostenentlastung für den Dezember beschlossen. Die Stadtwerke Neumarkt werden daher für diesen Monat die Abschläge für Gas nicht abbuchen. Kunden, die ihre Abschläge überweisen, können auf den Überweisungsvorgang im Dezember für Gas verzichten. Dies ermöglicht eine sofortige finanzielle Entlastung noch in diesem Jahr.

Bei der nächsten Jahresabrechnung für Gas wird der so genannte Entlastungsbetrag gutgeschrieben. Dieser bemisst sich an den gültigen Preisen des jeweiligen Tarifs. Er wird zu einem Zwölftel der Jahresverbrauchsprognose mit Stand September 2022 oder früher errechnet. Für eine bestmögliche Übersicht werden sowohl Entlastungsbetrag als auch der ausgesetzte Dezemberabschlag transparent auf der Jahresrechnung ausgewiesen.

Für unsere Wärmekunden werden wir im Dezember 2022 keine Anpassung der Wärmeabschläge durchführen, sondern eine direkte Auszahlung der Entlastungsbeträge in Höhe von 120 % des jeweiligen Septemberabschlags vornehmen.
Das Vorgehen ist deshalb sinnvoll, weil der vollständige Entlastungsbetrag gemäß den gesetzlichen Vorgaben im Dezember 2022 wirksam sein muss, was durch einen Verzicht auf den Abschlag und die Abrechnung im Dezember nicht erreicht werden kann. Sie erhalten noch im Laufe des Dezembers eine entsprechende Gutschrift.

Die Bundesregierung hat für die Berechnung des Entlastungsbetrages die Jahresverbrauchsprognose für das Jahr 2022 herangezogen. Dies erfolgte bewusst und entgegen der Tatsache, dass diese meist zum Zeitpunkt der letzten Abrechnung Ende 2021 ermittelt wurde und somit nicht mehr aktuell ist. Damit möchte die Bundesregierung die Sparsamkeit beim Energieverbrauch im Jahr 2022 belohnen. Die Annahme dahinter ist, dass viele Verbraucher im Laufe des Jahres mit Blick auf die Entwicklung der Energiepreise und dem Hinweis sparsamer zu sein bereits achtsamer beim Energieverbrauch waren. Somit wird angenommen, dass der entsprechende Bonus voraussichtlich höher ausfällt, als wenn dies mit den Daten von Ende 2022 ermittelt worden wäre.

Fragen und Antworten zur aktuellen Energielage

Die momentane Situation auf dem Energiemarkt sorgt für große Unsicherheit und bedeutet für uns alle eine Herausforderung. Das Thema Energiesparen ist aktueller denn je – sowohl aus umwelt- wie aus kostentechnischen Gründen.

Auch viele politische Initiativen sind neu und teilweise noch nicht final beschlossen. Deshalb ist es verständlich, wenn der Überblick verloren geht. Auf dieser Seite wollen wir gängige Kundenfragen für Sie beantworten und aktuelle Informationen bereitstellen.

Stand: 21.11.2022

Strom-, Gas und Wärmepreisbremse

Wie gestaltet sich der Preisdeckel bzw. die Preisbremse für Gas und Wärme?

In der ersten Stufe erfolgt von der Bundesregierung für private Haushalte und kleine und mittlere Unternehmen (unter 1,5 Millionen Kilowattstunden Gasverbrauch im Jahr) im Dezember eine Einmalzahlung. Vereinfacht wird dies oft als Übernahme der in diesem Monat anfallenden Abschläge bezeichnet.

Die zweite Stufe stellt dann die „Preisbremse“ für Gas und Wärme dar, die ab März 2023 bis Ende April 2024 gelten soll. Der Gaspreis soll von spätestens März 2023 bis April 2024 bei 12 Cent pro Kilowattstunde gedeckelt werden. Die Strompreisbremse soll identisch funktionieren und den Preis für Haushalts- und Gewerbekunden bei voraussichtlich 40 ct/kWh deckeln. Industriekunden mit registrierender Leistungsmessung sollen von einer Preisbremse bei 13 ct/kWh profitieren.

Wie wird der 12. Abschlag erstattet?

Laut Beschluss durch den Bundesrat am 14.11.22 wird der Staat die Abschlagszahlungen von direkten Gaskunden im Dezember 2022 übernehmen. Die Einmalzahlung wird auf Basis des Verbrauchs der Abschlagszahlung vom September 2022 ermittelt. Im Zuge der Jahresrechnung Ende Januar 2023 informieren wir alle Kunden über die Erstattung und berücksichtigen diese.

Wann kommt die Gas- und Wärmepreisbremse?

Die Bundesregierung plant die Einführung einer Gaspreisbremse zum 01. März 2023 für Haushalts- und Gewerbekunden, Wohneinheiten und andere Bereiche. Der Gaspreisdeckel wird voraussichtlich bei 12 ct/kWh (brutto) für 80 % des prognostizierten Jahresverbrauchs liegen. Der Wärmepreis soll bei 9,5 ct/kWh (brutto) liegen. Bei Kunden mit registrierender Leistungsmessung soll die Gas- und Wärmepreisbremse bereits ab 01.01.2023 greifen. Hier liegt der Preisdeckel für Gas und Wärme bei 7 ct/kWh (netto) für 70 % der Verbrauchsmenge November 2021 bis Oktober 2022. Der Verbrauch von Gas- oder Wärmemengen über dem Deckel von 80 % bzw. 70 % wird zum jeweiligen Vertragspreis abgerechnet. Diese Kostenbremsen sind bisher nur angekündigt, Inhalte und Maßnahmen wurden noch nicht verabschiedet. Wir informieren Sie umgehend, sobald die Details beschlossen sind.

Und was ist mit einer Strompreisbremse?

Auch für den Strompreis ist eine Deckelung vorgesehen, die analog der Stufe 2 der Gaspreisbremse gestaltet ist. Für private Verbraucher sowie kleine und mittlere Unternehmen soll der Strompreis bei 40 Cent pro Kilowattstunde gedeckelt werden. Diese Deckelung gilt für den Basisbedarf von 80 % des Vorjahresverbrauchs. Für Industriekunden liegt der Deckel bei 13 Cent für 70 % des Verbrauchs aus dem Jahr 2021. Auch beim Strom gilt: Der Verbrauch über der gedeckelten Menge wird zum jeweiligen Vertragspreis abgerechnet.

Gasumlagen

Fällt die Gasbeschaffungsumlage weg?

Die Bundesregierung hat den Wegfall der Gasbeschaffungsumlage in Höhe von 2,588 ct/kWh (brutto) beschlossen. Seit Oktober wird diese den Verbrauchern nicht mehr berechnet.

Selbstverständlich geben wir auch dies vollständig an Sie weiter.

Was ist die Gasspeicherumlage?

Am 1. Oktober trat die Gasspeicherumlage in Kraft, mit dem Ziel, die Abhängigkeit von Erdgaslieferanten zu verringern. Die Betreiber von Erdgasspeichern werden darin angehalten, bis November 95 % ihrer Speicherkapazität einzulagern. Die Kosten dafür wurden in Form der Gasspeicherumlage festgelegt. Diese beträgt 0,06 ct/kWh (brutto).

Wie hoch ist die Bilanzierungsumlage?

Bereits im Jahr 2015 wurde die Bilanzierungsumlage eingeführt. Zuletzt betrug sie 0,00 ct/kWh (brutto) und erhöht sich nun auf 0,61 ct/kWh (brutto).

Steigende Energiekosten

Was sind die Ursachen für die derzeitige Preisentwicklung?

Eine gesteigerte Nachfrage nach Energie führte bereits im vergangenen Jahr zu höheren Beschaffungskosten auf dem Weltmarkt und damit auch auf dem deutschen Handelsmarkt. Der Ukraine-Krieg und die damit verbundene extreme Reduzierung der Gaslieferungen aus Russland hat diese Situation noch einmal deutlich verstärkt. Die in der Zwischenzeit ausgerufene Alarmstufe im Erdgas hat ebenfalls den Preis beeinflusst.

Was heißt das? Erdgas und Strom werden bei den Stadtwerken mittelfristig in mehreren Chargen zu verschiedenen Zeitpunkten bei Lieferanten eingekauft. Vereinfacht heißt das, dass ein Teil heute, im kommenden Monat und für das kommende Jahr zu – vom Lieferanten garantierten Preisen – gekauft wird. Durch diese Aufteilung sollen Preisspitzen vermieden werden, die zu Lasten der Kunden gehen würden. Beim Erdgas hat der Stopp bzw. die Minimierung der Lieferung von russischem Gas dazu geführt, dass ursprünglich günstig kalkuliertes Erdgas fehlte. Die Differenz musste teuer tagesaktuell eingekauft werden, was den Preis sprunghaft in die Höhe trieb.

In welchem Maß wirkt sich die Mehrwertsteuersenkung aus?

Im Bundestag wurde Ende September das Gesetz zur temporären Senkung des Mehrwertsteuersatzes auf Gaslieferungen über das Erdgasnetz beschlossen. Es regelt, dass in der Zeit vom 1. Oktober 2022 bis zum 31. März 2024 ein Mehrwehrsteuersatz von 7 Prozent gilt. Selbstverständlich geben wir diese Erleichterung an Sie weiter. Über die Änderung des Mehrwertsteuersatzes erhalten Sie von uns keine weitere Information. Sie wird automatisch auf der nächsten Jahresverbrauchsabrechnung ausgewiesen. Die gute Nachricht für die Kunden der Stadtwerke Neumarkt: Da wir den Jahresverbrauch normalerweise zum 31.12. eines Kalenderjahres abrechnen, gilt die Reduzierung des Mehrwertsteuersatzes sogar rückwirkend für das ganze Jahr 2022. Ausgenommen sind, aufgrund steuerrechtlicher Gründe, nur Kunden, bei denen im Lauf des Jahres, in der Regel auf Kundenwunsch hin, eine Zwischenabrechnung stattgefunden hat.

Für Strom gilt diese Mehrwertsteuersenkung allerdings nicht. Hier werden weiterhin 19 % fällig.

Warum wirkt sich der Gaspreis auch auf den Strompreis aus?

Die Preisentwicklung für Erdgas hatte auch Einfluss auf die Strompreise. Strom wird in Deutschland und Europa aus verschiedenen Quellen gewonnen: konventionell, durch erneuerbare Energien oder aus Atomkraftwerken. Da auch Gaskraftwerke zur Stromerzeugung beitragen, spielen sie beim Strompreis eine Rolle. Der Grund für die hohen Preise ist die sog. „Merit-Order“. Sie besagt, dass immer das teuerste Kraftwerk den Strompreis an der Börse bestimmt und das sind aktuell eben Gaskraftwerke.

Derzeit wird die Abkehr von diesem System der Preisbildung auf Bundes- und EU-Ebene diskutiert und vorbereitet.

Das können Sie tun

Wie kann ich mich auf steigende Energiepreise vorbereiten?

1. Verbrauch reduzieren

Kurzfristig und schnell wirkt vor allem eines: Energie sparen, wo es nur möglich ist. Das gelingt bei den meisten bereits über kleine Anpassungen des eigenen Verhaltens: z. B. die Raumtemperatur absenken – ein Grad weniger spart rund 6 % Energie, Geräte vom Strom trennen, wenn sie nicht benötigt werden, Waschmaschine komplett füllen, Restwärme am Herd oder beim Bügeleisen nutzen.

2. Abschlag anpassen

Sie sollten prüfen, ob Ihr Abschlag ausreichend hoch ist, damit möglichst keine überraschenden und unerfreulich hohen Nachzahlungen drohen. Vielleicht lieber ein paar Euro mehr festlegen, denn alles, was zu viel bezahlt wurde, erhalten Sie natürlich mit einer Gutschrift zurück.

Wie kann ich meine Abschlagszahlung anpassen?

Ihren Abschlag können Sie bequem selbst in unserem Online-Kundenportal anpassen.

Natürlich hilft Ihnen auch unser Service-Team gerne bei der Abschlagsanpassung. Unser Kundenservice ist telefonisch unter 09181 239-222 oder per Mail service(at)swneumarkt.de erreichbar. Auch vor Ort ist unser Kundencenter wie folgt für Sie geöffnet:

Montag – Mittwoch 7:00 – 16:30 Uhr

Donnerstag 7:00 – 18:00 Uhr

Freitag 7:00 – 12:00 Uhr